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18. Dezember 2025

 

Liebe Leserinnen und Leser, 

Gemeinsam mit der GCT Community blicken auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück. Mit vielen Erfolgen und Meilensteinen – stets wissend, dass noch vieles vor uns liegt, um die Versorgungslage im Bereich Gen- und Zelltherapien in Deutschland zu verbessern. 

In dieser Newsletter-Ausgabe erfahren Sie von neuen Inhalten in der GCT-Mediathek, der Weiterentwicklung und deutschlandweiten Ausrollung unseres Entrepreneurship-Programms GeneNovate und der Umfrage zu Informationen für die zukünftige GCT Patient*innen-Website. Wie gewohnt finden Sie Neuigkeiten aus dem Bereich Regulatorik, Film-, Podcast und Leseempfehlungen und weitere Entwicklungen in Deutschland und Europa sowie Veranstaltungshinweise.

Zum Jahresende wünschen wir Ihnen viel Freude beim Lesen und Teilen dieses Newsletters.
Genießen Sie erholsame Feiertage, eine inspirierende Zeit mit Ihren Familien und Freunden – und bleiben Sie auch im neuen Jahr weiterhin mit uns im Austausch.

Beste Grüße,
Elke Luger und das Team des Nationalen Netzwerkbüros GCT Germany

Foto ©: NWB

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In eigener Sache
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GCT Germany 2025 – Ein Jahr voller Fortschritte

2025 war für das Nationale Netzwerkbüro GCT Germany ein spannendes Jahr voller Meilensteine. Seit dem Start des GCT-Atlas im Juli sind bereits sieben Ebenen mit insgesamt 555 Datensätzen online – besonders die Ebene der GMP-Herstellungsanlagen wurde mit großer Spannung erwartet.
Unser GeneNovate-Programm feierte im Sommer 2025 einen erfolgreichen Abschluss: 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen teil, und 2026 wird das Programm in neun Regionen Deutschlands fortgesetzt.

Auch in Sachen Patientenbeteiligung ging es voran: Neun Patientenvertreter gestalten aktuell aktiv die Nationale Strategie mit, und die Einbindung von Patienten und Stakeholdern wurde als festes Kriterium in den Förderprogrammen verankert. Die Strategie-Website ging im Sommer live und wird kontinuierlich mit relevanten Inhalten erweitert.

Vielen Dank für Ihre Zusammenarbeit – wir freuen uns auf ein erfolgreiches und spannendes Jahr 2026!

Klicken Sie hier, um die Website des Nationalen Netzwerkbüros GCT Germany zu besuchen.

Neueste Vorträge in der GCT-Mediathek 

Die GCT-Mediathek wächst und umfasst nun zahlreiche Aufzeichnungen der Vorlesungsreihe zu Gen- und Zelltherapien des Uniklinikums der RWTH Aachen, die Prof. Hannes Klump (Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin und Zelltherapeutika, RWTH Aachen) ins Leben gerufen hat.  

Die Vorlesungsreihe vermittelt tiefgründige Einblicke in die Gen- und Zelltherapie – von den verwendeten Zelltypen, sowie Gentransfer- und Geneditierungsverfahren über die klinische Entwicklung und Anwendung bis hin zu Kommerzialisierung und ethischen Fragestellungen. Die Vorlesungen sind in englischer Sp rache. 

Hier geht es zur Mediathek

Foto: © getty images - free license 

EuroGCT Best Practice Workshop in Berlin

Zwei Tage voller Inspiration und Wissensaustausch beim diesjährigen Sharing Best Practice Workshop des European Consortium for Communicating Gene and Cell Therapy Information (EuroGCT) in Berlin. EuroGCT vereint 47 Partnerorganisationen aus ganz Europa mit dem Ziel, verlässliche und leicht zugängliche Informationen über die Anwendung von Gen- und Zelltherapien bereitzustellen. In diesem Workshop wurden zentrale Themen diskutiert: Effektive Kommunikation mit unterschiedlichen Zielgruppen, der Einfluss von KI auf die Informationssuche von Patient:innen, die Rolle vertrauenswürdiger Informationsquellen in Zeiten von KI-generierten Inhalten und vieles mehr. Gastgeber war dieses Jahr das German Stem Cell Network.

Foto: © GSCN | Stefanie Mahler 

3. GeneNovate Runde startet

Die GeneNovate-Workshopreihe ist in ihre dritte Runde gestartet und findet in 2025/2026 in 9 Regionen mit insgesamt 195 Teilnehmenden statt. Den Auftakt bilden im Dezember Kick-off-Events an den einzelnen Standorten, bei denen die Teilnehmenden erstmals mit ihren Mentor*innen in den Austausch treten, ihre Konzepte diskutieren und Teams bilden. Der Höhepunkt des Programms  ist das Final Event am 25. Juni 2026 in München, bei dem die ganze GeneNovate-Community mit Investor*innen, Business Angels und vielen mehr zusammenkommt. 

Ein starkes Alumni-Netzwerk fördert Austausch und Vernetzung

Viele Teilnehmende aus früheren GeneNovate-Jahrgängen bleiben dem Programm  verbunden. Um ihnen eine Plattform für Austausch und  Vernetzung zu bieten, wurde dieses Jahr das GeneNovate Alumni-Netzwerk ins Leben gerufen. Über 70 Alumni sind bereits in der zugehörigen LinkedIn-Gruppe  aktiv. Geplant sind unter anderem Spotlight-Posts, in denen Alumni spannende Entwicklungen aus ihren Start-ups vorstellen, sowie digitale und auch persönliche Treffen zur Stärkung des Netzwerks. Wer noch nicht dabei ist, kann sich jederzeit der LinkedIn-Gruppe anschließen und so die Expertise des Netzwerks nutzen und mitgestalten. 

Foto: © NWB | Arne Sattler

GeneNovate Idea Validation Startup-Coachings 

Die 4 Gewinnerteams der 2. GeneNovate-Runde (2024/25), die sich beim Final Event am 26.6.25 durchsetzen konnten, wurden mit individuellen  Coachings prämiert. Die entsprechenden Pilot-Workshops „Idea Validation“ fanden im Herbst statt. Idea Validation bedeutet, die Produktidee frühzeitig zu testen, bevor Zeit und Geld investiert wird. Dabei wird geprüft, ob ein echter Markt besteht und das Produkt relevant ist. Ziel ist es, Annahmen durch Feedback, Umfragen oder kleine Experimente zu bestätigen oder zu widerlegen.

Der Coaching-Workshop baut auf der GeneNovate Education-Workshopreihe auf und hat den Fokus auf der praxisnahen Idea Validation zur Weiterentwicklung von innovativen Ideen im Bereich GCT. Die Gewinner-Teams arbeiten an ihren konkreten Projektideen und werden in individuellen Coaching-Sessions (z.B. von Patentanwält*innen) und Expert*innen (z.B. der Regulatory Support Unit) unterstützt. 

Foto: © NWB | Celina Mützel

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GeneNovate Investors' Day 2026 - Jetzt bewerben bis zum 16. Januar

Nach dem erfolgreichen Start in diesem Jahr laden wir am 9. Juni 2026 zum 2. GeneNovate Investors' Day nach Berlin ein. Aktuell läuft der Call for Applications bis 16. Januar 2026. Bewerben können sich internationale Startups aus dem Bereich gen- und zellbasierte Innovationen – diesmal setzen wir den Fokus auf KI-gestützte Ansätze in Forschung, Entwicklung und Produktion. In diesem Jahr präsentierten sich 16 Unternehmen aus Deutschland, Frankreich, Schweiz und UK. Nutzen Sie die Chance, Ihre Innovation vor Investor*innen zu präsentieren, wertvolles Feedback zu erhalten und sich mit Branchenexpert*innen zu vernetzen. 

Hier geht es zur Webseite des GeneNovate Investors' Day

Foto: © BIH | Ulf Büschleb

GCT-Atlas: Bereits sieben Ebenen mit 555 Datensätzen verfügbar 

In diesem Jahr konnten wir bereits 7 Ebenen online stellen, die die Vernetzung des deutschen GCT-Ökosystems stärken. Diese sind:

• Patienten- und Selbsthilfeorganisationen
• Unikliniken,  Fachzentren und Forschungsgruppen
• GMP – Herstellungsstätten
• Biotech Startups
• GeneNovate-Standortregionen
• BioRegionen Deutschlands
• Mitglieder des Runden Tisches und Akteur*innen der Nationalen Strategie GCT 

Der GCT-Atlas ist eine dynamische Informationsquelle und lebt von einer wachen Community.
Sie möchten  auch auf dem GCT-Atlas sichtbar sein? Registrieren Sie sich jetzt.

Hier geht es zum GCT-Atlas und zur Anmeldung

Graphik: © NWB

Bedarfsumfrage zu GCT - Ihre Perspektive zählt!

Auf der Webseite der Nationalen Strategie GCT entsteht eine neue Unterseite, die Patient*innen, Angehörige sowie Selbsthilfe- und Patientenorganisationen fundiert und verständlich über gen- und zellbasierte Therapien informieren soll. Wir möchten von Ihnen wissen: Welche Inhalte und Themen sind für Sie wichtig? Was sollte bei der Gestaltung der Webseite berücksichtigt werden?

Hierzu wurde eine Umfrage entwickelt. Die Befragung dauert ca. 10 Minuten und läuft bis zum 6.2.2026. Hier geht es zur Umfrage

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und über das Teilen in Ihren Netzwerken!

Graphik: © BIH | Quest Center 

Neues aus der Strategie

Innovationen aus Deutschland: „Wir müssen exzellentes Wissen besser ausschöpfen“

Im Interview mit dem Tagesspiegel sprach Prof. Christopher Baum, Vorsitzender des BIH-Direktoriums und Vorstand des Translationsforschungsbereichs der Charité- Universitätsmedizin Berlin anlässlich der "Future Medicine Innovation Days" über die Zukunft Deutschlands als Forschungs- und Innovationsstandort. Er betrachtete die Rolle von Forschungseinrichtungen und Unternehmen in einer globalisierten Welt, sowie die Bedeutung der akademischen Freiheit als Grundlage für Innovation. Beispielhaft führt Prof. Baum die Herausforderungen am Thema GCT aus.

Hier geht es zum Interview

Graphik: © Getty Images 

GCT Fachdialog: Politische Sichtbarkeit und Kommunikation

Um politische Entscheidungsträger*innen stärker für die Bedeutung von GCT zu sensibilisieren, fand am 24.11.2025 der erste Fachdialog im Rahmen der Nationalen Strategie GCT statt. Teilnehmende waren SPD-Abgeordnete Matthias Mieves (Mitglied im Gesundheitsausschuss) und Holger Mann (Mitglied im Ausschuss für Forschung) sowie deren Mitarbeiter*innen. Aus den Arbeitsgruppen der Strategie brachten Dr. Martin Danner (BAG Selbsthilfe), Dr. Thekla Kurz (Miltenyi Biotec) und Prof. Francis Ayuk (UKE) die Perspektive für Patientenorganisationen, Industrie und Forschung/Klinik ein. Es wurden Chancen, Herausforderungen und die notwendigen politischen Rahmenbedingungen für GCT diskutiert. Weitere Fachdialoge sind  2026 geplant.

Foto: © BIH | Stefanie Schneidmadl

Internationaler Austausch zu ATMPs in Göteborg, Schweden 

Kolleg*innen des Berlin Institute of Health (BIH) besuchten vom 27.-28. 11. 25 die Konferenz ATMP Sweden 2025 in Göteborg. Dort wurden Themen wie beispielsweise die Rahmenbedingungen von klinischen Studien, Entrepreneurship im ATMP-Bereich sowie der hohe medizinische Bedarf für Patient*innen mit seltenen Erkrankungen diskutiert. 
Christian Gallus, Projektleiter der Nationalen Strategie GCT am BIH, gab dort einen Einblick in Deutschlands strategischen Ansatz zur Verbesserung des gesamten GCT-Ökosystems.
Besonders wertvoll war die gesamteuropäische Perspektive: Nur durch Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg kann der Wissenstransfer, ein konstruktiver Erfahrungsaustausch und die Bildung gemeinsamer Initiativen beschleunigt werden.

Neue Tandems und Standorte für das GCT-Personenförderprogramm

Das nationale Translationale Tandemprogramm für gen- und zellbasierte Therapien (nTTP-GCT) geht erfolgreich in die nächste Runde: 17 Teams haben sich beworben, sechs Tandems wurden ausgewählt und erhalten ab 2026 geschützte Zeit für ihre Forschung, gezielte Weiterbildungen und Zugang zu einem wachsenden Netzwerk. Mit neuen Standorten in Heidelberg, Tübingen, Greifswald, Hannover und Berlin wächst die Community deutschlandweit. Insgesamt werden dann 30 Talente aus acht Städten Teil des Programms sein – und die translationale Forschung in Deutschland stärken.

Hier geht es zur Webseite

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GCT-Projektförderung: Call 2025: Projekte gewinnen an Fahrt

Im Herbst feierte SPARK-BIH sein 10-jähriges Bestehen  und begrüßte SPARK-Teams aus der ganzen Welt, darunter auch Empfänger der nationalen GCT-Projektförderung, zu Austausch und Vernetzung. Parallel wurden im Rahmen der Ausschreibung Call 2025 für gen- und zellbasierte Produkte sowie zugehörige Diagnostika die Track-2-Projekte ins Programm aufgenommen. Diese arbeiten nach der SPARK-Methode an ihren Meilensteinvereinbarungen. Die Track-1 Projekte aus 2025, die sich in einer frühen Entwicklungsphase befinden, haben mit der Erstellung von strategischen Leitplanken für die Produktentwicklung begonnen, die auch der frühzeitigen Definition medizinischer und regulatorischer Anforderungen dienen. Ein fortlaufend aktualisiertes Booklet mit Projektbeschreibungen kann hier eingesehen werden.

Foto: © BIH | Thomas Rafalzyk

Für Patientinnen und Patienten

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vfa-Kurzreport Arzneimittelausgaben - nur 0,7% fallen auf Advanced Therapy Medicinical Products (ATMPs)

"Deutschland zeichnet sich durch eine hohe Verfügbarkeit hinsichtlich der zugelassenen ATMP aus. Die tatsächliche Anwendung im Versorgungsalltag ist jedoch zurückhaltend. Das zeigt sich auch an dem Ausgabenanteil, denn ATMP belasten das GKV-System nicht unverhältnismäßig. Im Jahr 2024 machten sie nur 0,7 Prozent der Arzneimittelausgaben sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich aus."

Hier geht es zum Artikel

Film-Empfehlung: "Gene Horizons" - Gentherapien verständlich erklärt

In den letzten Jahrzehnten ist das gezielte Verändern unserer DNA zur Behandlung von Krankheiten von Science-Fiction zu lebensrettender Realität geworden. Doch wie funktionieren Gentherapien – und wofür können wir sie einsetzen? Erfahren Sie mehr im neuen Kurzfilm „Gene Horizons“, gefördert durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 der Europäischen Union. Der Film beleuchtet die wissenschaftlichen Grundlagen von Gentherapien mithilfe von fünf führenden Forschenden und Kliniker*innen auf diesem Gebiet. Einzigartige Stop-Motion-Animationen von Cameron Duguid lassen die Welt der Gentherapie auf der Leinwand lebendig werden. Das 18-minütige Video richtet sich an ein breites Publikum sowie an Biologie-Schüler:innen ab 16 Jahren. Ein mehrsprachiges Toolkit mit weiterführenden Lernmaterialien ist ebenfalls verfügbar.

Hier geht es zum Video [Audio in ENG, deutscher Untertitel verfügbar]

Graphik: © EuroGCT | Cameron Duguid

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Podcast „Wirkstoffradio“: Tiefe Einblicke in die faszinierende Welt der Immunzellen

Priv.-Doz. Roland Schelker, Leiter der Translationsgruppe „T-Cell Fitness” am Leibniz-Institut für Immuntherapie (LIT) in Regensburg, nimmt Wirkstoffradio-Moderator Bernd Rupp und seine Zuhörer*innen in diesem Podcast mit auf eine Reise zu den verschiedenen Arten von Immunzellen und ihren Aufgaben bei der Immunabwehr. Besonderes Augenmerk legt er auf T-Zellen und die genetischen Mechanismen, die deren Entwicklung von der T-Stammzelle über die T-Gedächtniszellen zur T-Effektorzelle zugrunde liegen. Die Zuhörer*innen erfahren, welche Eigenschaften der verschiedenen T-Zelltypen besonders interessant für die Weiterentwicklung von T-Zell-Immuntherapien sind. Verpassen Sie nicht dieses aufschlussreiche Gespräch voller neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und potenzieller Durchbrüche in der Immuntherapie.

Hier geht es zum Podcast 

Foto: © LIT

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Organellentransfer: Neue Wege für die Krebsimmuntherapie 

In einem kürzlich in "Nature Reviews Immunology" veröffentlichten Artikel berichten Prof. Luca Gattinoni, Leiter der Forschungsabteilung Functional Immune Cell Modulation“ am Leibniz-Institut für Immuntherapie (LIT) in Regensburg, und sein Team über die neuesten Erkenntnisse, wie Organelle die Funktion von T-Zellen steuern und wie dieses Wissen genutzt werden kann, um die Wirksamkeit von Krebsimmuntherapien zu verbessern.

Der Artikel bietet einen umfassenden Überblick darüber, wie Organellen – darunter Mitochondrien, Lysosomen, endoplasmatisches Retikulum und Peroxisomen – den Stoffwechsel, die Signalübertragung und die Persistenz von T-Zellen während der Antitumor-Reaktion antreiben. Gattinoni und sein Team hatten zuvor in Cell berichtet, dass Stromazellen aus dem Knochenmark ihre Mitochondrien auf CD8+-T-Zellen übertragen können. Dieser Prozess kann genutzt werden, um den Stoffwechsel der T-Zellen zu verbessern, deren Erschöpfung zu verringern und die Antitumorimmunität zu stärken.

Hier geht es zum Artikel [ENG] 

Foto: © LIT

Regulatory Radar

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In dieser Rubrik informiert die Regulatory Support Unit (RSU) der Nationalen Strategie GCT über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Regulatorik.

Von „Baby KJ“ zum neuen Framework für personalisierte Gentherapien

Der Fall „Baby KJ“ (Musunuru et al., 2025 ) hat sich zu einem wegweisenden Beispiel dafür entwickelt, wie personalisierte Gen-Editierungsansätze im Rahmen neuer, adaptiver regulatorischer Paradigmen für ultra-seltene Erkrankungen bewertet werden können. Als Teil dieser sich weiterentwickelnden Landschaft hat die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA einen neuen Ansatz, den „New Plausible Mechanism Pathway“ (Prasad und Makary, 2025 ), eingeführt. Dieser soll die Entwicklung personalisierter Gentherapien für schwerwiegende, häufig ultra-seltene Erkrankungen, beschleunigen.

Der Ansatz basiert auf fünf wissenschaftlichen Kriterien: 1) eine klar definierte, krankheitsverursachende Mutation, 2) eine Therapie,  die diesen Defekt direkt adressiert, 3) robuste “Natural-History-Daten", 4) ein Nachweis, dass das biologische Ziel wirksam adressiert bzw. editiert wurde, und 5) frühe Anzeichen eines klinischen Nutzens.

Für Forschende und behandelnde Ärzt*innen unterstreicht dieses neue Verfahren den Wert einer präzisen molekularen Diagnose, gut charakterisierter “Natural-History-Daten" sowie flexibler translationaler Plattformen. Die RSU beobachtet diese regulatorischen Entwicklungen, um eine bestmögliche Orientierung, Vorbereitung und optimale regulatorische Strategie für die von uns unterstützten Teams sicherzustellen.

EMA empfiehlt EU-Zulassung für „Waskyra“ der Fondazione Telethon

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA hat eine positive Stellungnahme zur Zulassung von Waskyra (etuvetidigene autotemcel) in der EU abgegeben. Waskyra, entwickelt von der Fondazione Telethon , ist eine ex vivo Lentivirus-basierte Gentherapie zur Behandlung des Wiskott-Aldrich-Syndroms (WAS), einer seltenen und lebensbedrohlichen genetischen Erkrankung. Die Fondazione Telethon schreibt Geschichte, da sie als erste gemeinnützige Organisation erfolgreich den vollständigen Translationsprozess von der akademischen Forschung bis hin zur behördlichen Zulassung durchlaufen hat. Waskyra wurde im Rahmen des EMA Pilot-Programms  unterstützt, das akademischen und gemeinnützigen Entwickler*innen von ATMPs mit hohem medizinischen Bedarf eine verstärkte wissenschaftliche Begleitung bietet. Zudem erhielt Waskyra eine “Orphan Designation”  der EMA – ein Programm, das die Entwicklung von Therapien für seltene Erkrankungen durch verschiedene Anreize fördert.

Für weitere Informationen zu den Voraussetzungen eine “Orphan Designation”, den Vorteilen, sowie zur Unterstützung während des Antragsprozesses oder bei anderen regulatorischen Fragen zu Ihrem Projekt wenden Sie sich gerne an die Regulatory Support Unit (RSU) unter reg-support@bih-charite.de

Neues von unseren Partnern

Ein starkes Stammzell-Netzwerk -
bald für ganz Europa? 

Das German Stem Cell Network (GSCN) zeigt seit 2013, wie sich Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit wirkungsvoll vernetzen lassen – durch Bildungsarbeit, Nachwuchsförderung und internationale Zusammenarbeit. Mit der steten Zunahme klinischer Anwendungen von Stammzellen wächst der Ruf nach einem starken gesamteuropäischen Netzwerk. Die Publikation macht deutlich, warum gerade jetzt der richtige Zeitpunkt ist, diese Kräfte zu bündeln – und welche Chancen sich daraus für Forschung, Gesellschaft und Medizin ergeben.

Hier geht es zur Publikation [ENG]

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SaxoCell vertieft GMP- und ATMP-Kompetenzen: Erfolgreicher Workshop am Fraunhofer IZI

Leipzig, 28. Oktober 2025 – Mit großem Erfolg fand am Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie (Fraunhofer IZI) der SaxoCell-Workshop „Basics in GMP and ATMP“ statt. In einer dreistündigen, interaktiven Session erhielten die Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in die Grundlagen der „guten Herstellungspraxis“ (Good Manufacturing Practice, GMP) sowie deren Bedeutung für die Herstellung von Arzneimitteln für neuartige Therapien (Advanced Therapy Medicinal Products, ATMPs).

Unter der Leitung von Mirko Müller (Fraunhofer IZI) wurden zentrale Themen der GMP-Regulatorik verständlich und praxisnah vermittelt. Auf dem Programm standen unter anderem die historische Entwicklung, grundlegende Prinzipien und die internationalen Rahmenbedingungen von GMP sowie die zentralen Inhalte der EU-GMP-Richtlinien. Den Abschluss bildete die Besichtigung der GMP-Anlage des Fraunhofer IZI, die den Teilnehmenden seltene Einblicke in reale Herstellungs- und Qualitätsumgebungen bot.

Mit Formaten wie diesem unterstützt SaxoCell den Ausbau von Expertise und Infrastruktur für innovative GCT in Sachsen – und schafft damit eine wichtige Grundlage für deren erfolgreiche Translation in die klinische Anwendung.

Foto: © SaxoCell

GCT Germany

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Primary Tissue Pipeline (PTP): Nationale Infrastruktur und Expertise für humanrelevante Forschung 

Die Primary Tissue Pipeline (PTP) der Charité – Universitätsmedizin Berlin bietet Forschenden deutschlandweit eine zentrale Anlaufstelle für den Zugang zu menschlichen Geweben aus der klinischen Routine. Das Angebot unterstützt die Planung und Umsetzung von Projekten, die auf humanrelevante Modelle setzen – etwa für präklinische Testungen, die Entwicklung neuer Therapien oder die Validierung zellbasierter Verfahren. Die PTP bietet:

• standardisierte Probengewinnung und Qualitätskontrolle
• Beratung zu ethischen, rechtlichen und organisatorischen Fragen
• Koordination und Logistik der Gewebebereitstellung
• Schnittstellen zu klinischen Partnern und Forschungsteams

Damit fördert die PTP reproduzierbare, ethisch verantwortliche und translational relevante Forschung. Das Angebot steht allen Forschenden in ganz Deutschland offen und wird durch die VolkswagenStiftung gefördert.

Hier geht es zur Webseite der Primary Tissue Pipeline

Foto: © PTP | A. Kühl

Lesenswertes

Globaler Fortschritt von Therapien auf Basis humaner pluripotenter Stammzellen (hPSC)

Kirkeby et al. (2025) geben einen umfassenden Überblick über den globalen Fortschritt von Therapien auf Basis humaner pluripotenter Stammzellen (hPSC). Sie berichten über 115 klinische Studien zu 83 verschiedenen hPSC-basierten Produkten. Die meisten richten sich gegen Augenerkrankungen wie die altersbedingte Makuladegeneration (AMD), neurologische Störungen einschließlich Parkinson sowie verschiedene Krebsarten. Insgesamt wurden über 1.200 Patient:innen mit mehr als 10¹¹ Zellen behandelt, ohne dass größere Sicherheitsbedenken auftraten. Fortschritte bei Differenzierungsprotokollen, GMP-konformer Produktion und regulatorischen Rahmenbedingungen haben diese Entwicklung vorangetrieben, während langfristige Wirksamkeit, Immuntoleranz, Kosten und kontinuierliche Überwachung zentrale Herausforderungen bleiben.

Hier geht es zur Publikation [ENG]

Gentechnologiebericht - „Im Fokus: Forschungshemmnisse und -chancen in Deutschland “

Die von der AG Gentechnologiebricht gerade online veröffentlichte Broschüre „Im Fokus: Forschungshemmnisse und -chancen in Deutschland “ greift aktuelle Herausforderungen in allen Bereichen der Gentechnologie auf, unterstreicht die Potenziale gentechnologischer Forschung und gibt Handlungsempfehlungen an die Politik. Überregulierung und Bürokratisierung, fehlende einheitliche Regelungen sowie eine erschwerte Translation wissenschaftlicher Erkenntnisse stellen Hürden u. a. für die Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen, die Laborforschung und gentherapeutische Studien, die Etablierung von Alternativmethoden z. B. in der Organoidforschung sowie für Studien mit genetischen Daten dar. Gleichzeitig können Gentechnologien einen Beitrag zur Lösung einiger der großen aktuellen Herausforderungen unserer Gesellschaft leisten, darunter langfristige Gesundheit, Klimawandel, Ernährung und Tierwohl.

Hier geht es zur Broschüre

Ihr Beitrag zum GCT-Newsletter

Ein bundesweiter Newsletter ist so relevant und divers wie die Community, die dazu beiträgt. Gerne berichten wir über Initiativen aus ganz Deutschland und verbreiten Ihre Neuigkeiten, Aktivitäten und Veranstaltungen. Kontaktieren Sie uns unter:

gct-news@bih-charite.de

Save the Date 2026

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17. Januar 2026 

8. Krebstag Ruhr 

Im Januar 2026 richtet das Westdeutsche Tumorzentrum Netzwerk den 8. Krebstag Ruhr aus, bei dem Expert:innen in Vorträgen, Workshops und Aktionsangeboten über aktuelle Entwicklungen der Krebsforschung informieren. Selbsthilfegruppen und regionale Organisationen präsentieren ihre Arbeit. Betroffene, Angehörige und Interessierte sind herzlich eingeladen.

Wann?

Samstag, 17. Januar 2026

10:00 - 16:00 Uhr 

Wo?

Essen - Lehr und Lernzenztrum am Uniklinikum Essen 

Virchowstraße 163a, 45147 Essen

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05.-06. Februar 2026 

12. Nationale Versorgungskonferenz Hautkrebs 

Die Nationale Versorgungskonferenz Hautkrebs (NVKH) e.V. lädt am 5. und 6. Februar 2026 zur jährlichen Versorgungskonferenz nach Berlin ein. Unter dem Motto „Hautkrebs breit gefächert – eine interdisziplinäre Herausforderung“ treffen sich Expert:innen aus Prävention und Versorgung. Bereits am 5. Februar tagen die Arbeitsgruppen der Handlungsfelder und Querschnittsthemen.

Wann?

Donnerstag-Freitag,

05.-06. Februar 2026

09:00 Uhr -16:00 Uhr 

Wo?

Haus der Land- und Ernährungswirtschaft 

Claire-Waldoff-Straße 7, 10117 Berlin

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11. Februar 2026

InfoReihe Krebs: Brustkrebs, online

In der InfoReihe KREBS informieren Expert:innen des Charité Comprehensive Cancer Centers Betroffene, Angehörige und Interessierte zu medizinischen und psychosozialen Themen. Am 11. Februar 2026 steht das Thema „Brustkrebs“ im Fokus. Die Veranstaltung wird von der Psychoonkologie des CCC in Kooperation mit dem SURVIVORS HOME organisiert.

Wann?

Mittwoch, 11. Februar 2026

17:00 Uhr - 19:00 Uhr

Wo?

Online

 
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18.-21. Februar 2026

37. Deutscher Krebskongress

Beim Deutschen Krebskongress 2026 diskutieren Expert:innen aus Medizin, Pflege, Politik und Betroffenenorganisationen die Zukunft der Onkologie. Im Fokus stehen u. a. künstliche Intelligenz, Versorgungsgerechtigkeit und eine patientenzentrierte Versorgung – mit dem Ziel, moderne Therapien sinnvoll einzusetzen und Betroffene besser zu unterstützen.

Wann?

Mittwoch - Samstag,

18.-21. Februar 2026

09:45 Uhr - 19:00 Uhr

Wo?

CityCube Berlin

 
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2026

19. Feb

RegMed Forum: Clinical Translation of Advanced Therapeutic Approaches | Berlin

Zur Veranstaltung [ENG]

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28. Februar 2026

Tag der seltenen Erkrankungen 2026

Am 28. Februar, dem Tag der seltenen Erkrankungen, lädt Lünen zum Austausch über seltene rheumatische Krankheiten ein. Es erwarten Sie Vorträge von Mediziner:innen, Vorstellung von Selbsthilfe-Angeboten und die Möglichkeit, sich zu vernetzen – denn gemeinsam ist man stärker als allein.

Wann?

Samstag, 28. Februar 2026

11:00 Uhr - 16:00 Uhr 

Wo?

Ringhotel am Stadtpark

Kurt-Schumacher-Straße 43, 44532 Lünen

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2026

11.-13. Mär

NK & ILC Symposium 2026 | Freiburg  

Zur Webseite [ENG]

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2026

17. Apr

10. Rare Disease Symposium der Eva Luise und Horst Köhler Stiftung | Berlin  

Zur Webseite

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2026

02. - 03. Jun

SaxoCell Konferenz | Dresden   

Zur Veranstaltung [ENG]

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2026

09. Jun

GeneNovate Investor's Day | Berlin   

Zur Veranstaltung [ENG]

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2026

25. Jun

GeneNovate Final Event | München 

Zur Webseite

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2026

08.-11. Jul

ISSCR Annual Meeting | Montréal, Canada  

Zur Veranstaltung [ENG]

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2026

09.-11. Sep

German Stem Cell Network Conference (GSCN) | Berlin  

Zur Webseite [ENG]

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2026

27. - 30. Okt

European Society of Gene and Cell Therapy (ESGCT) Annual Congress | Hamburg

Zur Webseite [ENG]

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Dear Readers,

Together with the GCT community, we look back on an eventful year 2025. A year marked by many achievements and milestones – always aware that there is still much work ahead to further improve access to GCT in Germany.

In this issue of the newsletter, you will learn about new content in the GCT Media Center, the further development and nationwide rollout of our entrepreneurship program GeneNovate, as well as a survey on information needs for the future GCT patient website. As usual, you will also find updates on regulatory topics, film, podcast and reading recommendations, further developments in Germany and Europe, and information on upcoming events.

As the year draws to a close, we wish you much enjoyment in reading and sharing this newsletter. Enjoy restful holidays, an inspiring time with your families and friends – and please stay connected with us in the year ahead.

All the best,
Elke Luger and the team of the National Network Office GCT Germany

Foto ©: NWB

On our own behalf

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GCT Germany 2025 — A Year Full of Progress

2025 was an exciting year full of milestones for the GCT Germany National Network Office. Since the launch of the GCT Atlas in July, seven layers with a total of 555 datasets have already gone online—especially the layer of GMP manufacturing facilities, which was eagerly anticipated.
Our GeneNovate program celebrated a successful completion in summer 2025: 180 participants took part, and in 2026 the program will continue across nine regions of Germany.
There was progress on patient involvement as well: Nine patient representatives are actively helping to shape the National Strategy, and the inclusion of patients and stakeholders has been established as a fixed criterion in the funding programs. The strategy website went live in the summer and is continuously being expanded with relevant content.

Thank you for your support and cooperation, and we look forward to 2026!

Click here to visit the website of the GCT Germany National Network Office

Latest lectures in the GCT Media Center 

The GCT Media Center is growing and now includes numerous recordings from the lecture series on gene and cell therapies at the University Hospital RWTH Aachen, initiated by Prof. Hannes Klump (Director of the Institute for Transfusion Medicine and Cell Therapeutics, RWTH Aachen).

The lecture series provides in-depth insights into GCT – from the cell types used, gene transfer, and gene editing methods, to clinical development and application, as well as commercialization and ethical considerations. The lectures are in English.

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Photo: © getty images - free license 

EuroGCT Best Practice Workshop in Berlin

Two days full of inspiration and knowledge exchange took place at this year’s Sharing Best Practice Workshop of the European Consortium for Communicating Gene and Cell Therapy Information (EuroGCT) in Berlin. EuroGCT unites 47 partner organizations across Europe with the goal of providing reliable and easily accessible information on the application of gene and cell therapies.
Key topics discussed at the workshop included effective communication with different target groups, the impact of AI on patient information searches, the role of trustworthy information sources in the era of AI-generated content, and more. This year’s host was the German Stem Cell Network.

Photo: © GSCN | Stefanie Mahler 

GeneNovate Enters Its Third Round

The GeneNovate entrepreneurship series has entered its third round and will take place in 2025/2026 across nine regions with a total of 195 participants. The program kicks off with December events at each location, where participants meet their mentors for the first time, discuss their concepts, and form teams. The highlight will be the Final Event on June 25, 2026, in Munich, bringing together the entire GeneNovate community with investors, business angels, and more.

A Strong Alumni Network Fosters Exchange and Networking

Many participants from previous GeneNovate cohorts remain connected to the program. To provide them with a platform for exchange and networking, the GeneNovate Alumni Network was launched this year. Over 70 alumni are already active in the associated LinkedIn group. Planned activities include spotlight posts highlighting exciting developments from alumni startups, as well as digital and in-person meetings to strengthen the network. Those not yet involved can join the LinkedIn group at any time and help shape the community.

Photo: © NWB | Arne Sattler

GeneNovate Idea Validation Startup-Coachings 

The four winning teams from the 2nd GeneNovate round (2024/25) received individual coaching sessions. The pilot workshop “Idea Validation” took place this Fall. Idea Validation involves testing a product concept early to determine market relevance before significant time and money are invested. The goal is to confirm or refute assumptions through feedback, surveys, or small experiments.

The pilot workshop builds on the GeneNovate Education series and focuses on practical idea validation to further develop innovative concepts in GCT. Winning teams work on their projects with support from individual coaching sessions (e.g. patent attorneys) and experts (e.g. the Regulatory Support Unit).

Photo: © NWB | Celina Mützel

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GeneNovate Investors' Day 2026 - Apply by January 16

Following the successful launch this year, we invite you to the 2nd GeneNovate Investors' Day in Berlin on June 9, 2026. Applications are open until January 16, 2026. International startups in the field of gene- and cell-based innovations can apply – this year with a focus on AI-driven approaches in research, development, and production. In 2025, 16 companies from Germany, France, Switzerland, and the UK presented their innovations. Take this opportunity to showcase your innovation to investors, receive valuable feedback, and network with industry experts.

Go to the GeneNovate Investors' Day website.

Photo: © BIH | Ulf Büschleb

GCT Atlas: Seven Layers with 555 Entries Now Available

This year, we have already launched seven layers that strengthen networking within the German GCT ecosystem:

• Patient and self-help organizations
• University hospitals, specialized centers, and research groups
• GMP manufacturing facilities
• Biotech startups
• GeneNovate sites 
• BioRegions of Germany
• Members of the Round Table and actors of the National Strategy GCT

The GCT Atlas is a dynamic source of information and thrives on an active community. Would you like to be visible on the GCT Atlas? Register now.

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Graphic: © NWB

Survey on Gene- and Cell-Based Therapies – Your Perspective Counts!

A new subpage is being created on the National Strategy GCT website to provide patients, caregivers, and patient organizations with comprehensive and understandable information about gene- and cell-based therapies. We would appreciate to hear from you: Which topics are important? What should be considered in the website design?
A survey has been developed for this purpose. It takes approximately 10 minutes and is open until February 6, 2026. Take the survey

We appreciate your participation and sharing the call within your networks!

Graphic: © BIH | Quest Center 

News from the strategy

Innovations from Germany: “We need to better leverage excellent knowledge"

In an interview with Tagesspiegel, Prof. Christopher Baum, Chair of the BIH Directorate and Head of the Translational Research Area at Charité - Universitätsmedizin Berlin, spoke during the “Future Medicine Innovation Days” about Germany’s future as a research and innovation hub. He highlighted the role of research institutions and companies in a globalized world and emphasized academic freedom as the foundation for innovation. Prof. Baum cited gene and cell therapy as an example of current challenges and opportunities.

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Graphic: © Getty Images 

GCT Expert Dialogue: Political Visibility and Communication

To raise awareness among policymakers about the importance of gene- and cell-based therapies, the first expert dialogue within the National GCT Strategy took place on November 24, 2025. Participants included SPD parliamentarians Matthias Mieves (member of the Health Committee) and Holger Mann (member of the Research Committee) and their staff. Strategy working groups were represented by Dr. Martin Danner (BAG Self-Help), Dr. Thekla Kurz (Miltenyi Biotec), and Prof. Francis Ayuk (UKE). They discussed opportunities, challenges, and necessary political frameworks for GCT. Further expert dialogues are planned for 2026.

Photo: © BIH | Stefanie Schneidmadl

International Exchange on ATMPs in Gothenburg, Sweden

Colleagues from the Berlin Institute of Health (BIH) attended the ATMP Sweden 2025 conference in Gothenburg on November 27–28. Topics covered included clinical trial frameworks, entrepreneurship in ATMPs, and the high medical need for patients with rare diseases.

Christian Gallus, Project Manager of the National GCT Strategy at BIH, shared Germany’s strategic approach to improving the overall GCT ecosystem. A pan-European perspective proved invaluable: cross-border collaboration accelerates knowledge transfer, constructive exchange, and the creation of joint initiatives.

New Tandems and Locations for the GCT Personnel Support Program

The national Translational Tandem Program for gene- and cell-based therapies (nTTP-GCT) enters its next round: 17 teams applied, six tandems were selected, and will receive protected research time, targeted training, and access to a growing network starting in 2026. New locations in Heidelberg, Tübingen, Greifswald, Hannover, and Berlin expand the community nationwide. In total, 30 talents from eight cities will strengthen translational research in Germany.

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GCT Project Funding: Call-2025 Projects Gain Momentum

This autumn, SPARK-BIH celebrated its 10th anniversary,  welcoming SPARK teams from around the world, including recipients of the national GCT project funding, for exchange and networking. Parallelly, Track-2 projects for GCT products and associated diagnostics were added under the Call 2025. These projects work on their milestone agreements according to the SPARK method. Track-1 projects in early development began creating strategic milestones, which also define early medical and regulatory requirements. A continuously updated booklet with project descriptions can be viewed here.

Photo: © BIH | Thomas Rafalzyk

For Patients

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vfa Short Report on Drug Expenditures – Only 0.7% for ATMPs

“Germany has high availability of approved ATMPs, yet their real-world application remains limited. In 2024, ATMPs accounted for only 0.7% of drug expenditures in both outpatient and inpatient care, demonstrating that they do not disproportionately burden the statutory health insurance system.”

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Film Recommendation: "Gene Horizons" – Understanding Gene Therapies

In recent decades, targeted DNA modification for disease treatment has gone from science fiction to life-saving reality. How do gene therapies work, and what can they treat? Learn more in the new short film Gene Horizons, funded by the EU Horizon 2020 program. Featuring five leading researchers and clinicians, with stop-motion animations by Cameron Duguid, the 18-minute film introduces gene therapy to a broad audience and biology students aged 16+. A multilingual toolkit with further educational materials is also available.

Watch the video [Audio in ENG, German subtitles available]

Graphic: © EuroGCT | Cameron Duguid

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Podcast “Wirkstoffradio”: Deep Insights into Immune Cells

Priv.-Doz. Roland Schelker, Head of the T-Cell Fitness” Translational Group at the Leibniz Institute for Immunotherapy (LIT) in Regensburg, guides listeners through the different types of immune cells and their functions. Focus is on T cells and the genetic mechanisms underlying their development from T stem cells to memory and effector T cells. You will learn which T-cell characteristics are most relevant for developing T-cell immunotherapies.

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Photo: © LIT

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Transfer of organells: New Approaches for Cancer Immunotherapy

In a recent Nature Reviews Immunology article, Prof. Luca Gattinoni, Head of „Functional Immune Cell Modulation department at Leibniz-Institut for Immuntherapy (LIT), and his team describe how organelles regulate T-cell function and how this knowledge can enhance cancer immunotherapy

The article provides a comprehensive overview of how organelles – including mitochondria, lysosomes, endoplasmic reticulum, and peroxisomes – drive the metabolism, signaling, and persistence of T cells during the antitumor response. Gattinoni and his team had previously reported in Cell that bone marrow stromal cells (BMSCs) can transfer their mitochondria to CD8+ T cells. This process can be used to improve the metabolism of T cells, reduce their exhaustion, and strengthen antitumor immunity.

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Photo: © LIT

Regulatory Radar

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The Regulatory Support Unit (RSU) of the National GCT Strategy reports on current regulatory developments.

From “Baby KJ” to the New Framework for Personalized Gene Therapies

The case „Baby KJ“ (Musunuru et al., 2025) has become a landmark example of how personalized gene-editing approaches can be evaluated within new, adaptive regulatory frameworks for ultra-rare diseases. As part of this evolving landscape, the U.S. regulatory authority FDA has introduced a new approach, the “New Plausible Mechanism Pathway” (Prasad und Makary, 2025 ), designed to accelerate the development of personalized gene therapies for severe, often ultra-rare conditions.

The approach is based on five scientific criteria: 1) a clearly defined disease-causing mutation, 2) a therapy that directly targets this defect, 3) robust natural history data, 4) evidence that the biological target has been effectively addressed or edited, and 5) early signs of clinical benefit.

For researchers and treating physicians, this new framework highlights the value of precise molecular diagnosis, well-characterized natural history data, and flexible translational platforms. The RSU monitors these regulatory developments to provide optimal guidance, preparation, and regulatory strategy for the teams we support.

EMA Recommends EU Approval for “Waskyra” by Fondazione Telethon

The Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) of the EMA has issued a positive opinion on the approval of Waskyra (etuvetidogene autotemcel) in the EU. Waskyra, developed by Fondazione Telethon , is an ex vivo lentivirus-based gene therapy for the treatment of Wiskott-Aldrich Syndrome (WAS), a rare and life-threatening genetic disorder. Fondazione Telethon is making history as the first non-profit organization to successfully complete the full translation process from academic research to regulatory approval. Waskyra was supported under the EMA pilot program, which provides enhanced scientific guidance to academic and non-profit developers of ATMPs with high medical need. In addition, Waskyra received an  “Orphan Designation” from the EMA – a program that promotes the development of therapies for rare diseases through various incentives.

For more information on the requirements for an Orphan Designation, the benefits, and support during the application process or other regulatory questions regarding your project, please contact the Regulatory Support Unit (RSU): reg-support@bih-charite.de

News from Our Partners

A Strong Stem Cell Network – Soon for All of Europe?

Since 2013, the German Stem Cell Network (GSCN) has demonstrated how science, policy, and the public can be effectively connected through education, talent promotion, and international collaboration. With the steady increase in clinical applications of stem cells, the call for a strong pan-European network is growing. This publication highlights why now is the right time to pool these forces – and what opportunities this creates for research, society, and medicine.

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SaxoCell Strengthens GMP and ATMP Expertise: Successful Workshop at Fraunhofer IZI

Leipzig, October 28, 2025 – The SaxoCell workshop “Basics in GMP and ATMP” took place with great success at the Fraunhofer Institute for Cell Therapy and Immunology (Fraunhofer IZI). In a three-hour interactive session, participants gained comprehensive insights into the fundamentals of Good Manufacturing Practice (GMP) and its significance for the production of medicines for advanced therapies (ATMPs).
Led by Mirko Müller (Fraunhofer IZI), key topics of GMP regulation were explained clearly and practically, including historical development, basic principles, international frameworks, and core content of EU GMP guidelines. The workshop concluded with a tour of Fraunhofer IZI’s GMP facility, offering participants rare insights into real manufacturing and quality environments.

Through formats like this, SaxoCell supports the expansion of expertise and infrastructure for innovative gene and cell therapies (GCT) in Saxony, creating a vital foundation for their successful translation into clinical applications.

Photo: © SaxoCell

GCT Germany

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Primary Tissue Pipeline (PTP): National Infrastructure and Expertise for Human-Relevant Research

The Primary Tissue Pipeline (PTP) at Charité – Universitätsmedizin Berlin provides researchers across Germany with a central point of access to human tissues from clinical routine. The offering supports the planning and implementation of projects based on human-relevant models – for preclinical testing, new therapy development, or validation of cell-based methods. PTP offers:

• Standardized sample collection and quality control
• Advice on ethical, legal, and organizational questions
• Coordination and logistics for tissue provision
• Interfaces to clinical partners and research teams

This promotes reproducible, ethically responsible, and translationally relevant research. The offer is open to all researchers across Germany and is funded by the Volkswagen Foundation.

Visit the Primary Tissue Pipeline website

Photo: © PTP | A. Kühl

Worth Reading

Global Progress of Therapies Based on Human Pluripotent Stem Cells (hPSC)

Kirkeby et al. (2025) provide a comprehensive overview of the global progress of therapies based on human pluripotent stem cells (hPSC). They report on 115 clinical trials involving 83 different hPSC-based products, primarily targeting eye diseases such as age-related macular degeneration (AMD), neurological disorders including Parkinson’s disease, and various cancers. Over 1,200 patients have been treated with more than 10¹¹ cells, with no major safety concerns reported. Advances in differentiation protocols, GMP-compliant production, and regulatory frameworks have driven this development, while long-term efficacy, immune tolerance, cost, and continuous monitoring remain key challenges.

Read the publication

Gene Technology Report – “Focus: Research Barriers and Opportunities in Germany”

The recently published brochure by AG Gentechnologie, “Focus: Research Barriers and Opportunities in Germany,” addresses current challenges in all areas of genetic engineering, highlights the potential of genetic research, and provides recommendations to policymakers. Overregulation and bureaucratization, lack of uniform regulations, and difficulties in translating scientific findings pose hurdles for research with human embryonic stem cells, laboratory research and gene therapy studies, the development of alternative methods such as organoid research, and studies with genetic data. At the same time, genetic technologies can contribute to solving major societal challenges, including long-term health, climate change, nutrition, and animal welfare.

Read the brochure here
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Your Contribution to the GCT-Newsletter


A nationwide newsletter is as relevant and diverse as the community contributing to it.
We are happy to report on initiatives from all over Germany and share your news, activities, and events. Feel free to contact us at:

gct-news@bih-charite.de

Save the Date 2026

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January 17, 2026 

8th Cancer Day Ruhr 

In January 2026, the West German Tumor Center Network will host the 8th Cancer Day Ruhr, where experts will provide information on current developments in cancer research through presentations, workshops, and activity programs. Self-help groups and regional organizations will present their work and will be available for conversation and questions. People affected by cancer, their relatives, and anyone interested are warmly invited to exchange ideas and learn about new insights. 

When?

Saturday, January 17, 2026

10:00 a.m.  - 4:00 p.m. 

Where?

Essen - Lehr und Lernzenztrum am Uniklinikum Essen 

Virchowstraße 163a, 45147 Essen

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February 5-6, 2026 

12. National Care Conference of Skin Cancer 

The National Care Conference on Skin Cancer (NVKH) brings together professional societies, institutions, and patient organizations involved in the prevention and care of skin cancer. On February 5 and 6, 2026, members, project groups, advisory board members, and other interested participants will meet in Berlin for the annual conference under the theme “Skin Cancer in All Its Facets – An Interdisciplinary Challenge.” In addition, the working groups responsible for the action fields and cross-cutting topics will meet on February 5. 

When?

Thursday-Friday,
February 5-6, 2026

09:00 a.m. - 4:00 p.m.

Where?

Haus der Land- und Ernährungswirtschaft 

Claire-Waldoff-Straße 7, 10117 Berlin

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February 11, 2026

InfoSereis Cancer: Breast Cancer, online

At the InfoReihe KREBS, experts from the Charité Comprehensive Cancer Center provide information and advice to patients, families, and anyone interested on selected medical-oncological, psychosocial, and psycho-oncological topics, paying special attention to the needs of people with cancer. On Wednesday, February 11, 2026, the topic will be breast cancer. The event is organized by the Psycho-Oncology Department of the Charité Comprehensive Cancer Center in cooperation with SURVIVORS HOME. 

When?

Wednesday, 11 February 2026

5:00 p.m. - 7:00 p.m.

Where?

Online

 
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February 18–21, 2026

37th German Cancer Congress

At the German Cancer Congress 2026, experts from medicine, nursing, politics, and patient organizations will discuss the future of oncology and patient-centered care. Key topics include the opportunities and limitations of artificial intelligence, questions of equity, and the increasing diversity of those affected. The goal is to implement modern treatment methods effectively, integrate palliative care early, and provide better support for cancer survivors — with people at the center of all efforts.

When?

Wednesday–Saturday,
18–21 February 2026

09:45 a.m. - 7:00 p.m.

Where?

CityCube Berlin

 
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2026

Feb 19

RegMed Forum: Clinical Translation of Advanced Therapeutic Approaches | Berlin

Event Details

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February 28, 2026

Day of rare diseases 2026

The 28th of February is traditionally the day when rare diseases receive special attention. On this day, we would like to come together in Lünen to talk about rare rheumatic diseases. There will be presentations by medical experts, we will introduce our self-help services, and we want to build our network. Better together than alone – this also applies to people with rare rheumatic diseases.

When?

Saturday, February 28, 2026

11:00 a.m. - 4:00 p.m.

Where?

Ringhotel am Stadtpark

Kurt-Schumacher-Straße 43, 44532 Lünen

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2026

Mar 11 - 13

NK & ILC Symposium 2026 | Freiburg  

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2026

Apr 17

10th Rare Disease Symposium | Berlin  

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2026

Jun 02 - 03

SaxoCell Conference | Dresden   

Event Details

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2026

Jun 09

GeneNovate Investor's Day | Berlin   

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2026

Jun 25

GeneNovate Final Event | Munich 

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2026

Jul 08 - 11

ISSCR Annual Meeting | Montréal, Canada  

Event Details

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2026

Sep 09 - 11

German Stem Cell Network Conference (GSCN) | Berlin  

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2026

Oct 27 - 30

European Society of Gene and Cell Therapy (ESGCT) Annual Congress | Hamburg

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